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Stummer Hilfeschrei

Nach langer Zeit habe ich mich entschlossen wieder zu schreiben. Ausschlaggebend dafür ist wahrscheinlich mein Zustand momentan. Um es auf gut deutsch zu sagen: MIR GEHTS VERDAMMT SCHEIßE!
Interessiert Niemanden, ich weiß, aber ich muss mir den Frust, den Schmerz, die Enttäuschung von der Seele schreiben. Ich kann das nicht alles in mich hineinfressen. Irgendwann platzt man daran, dann geht nichts mehr.
Es gibt Momente, Situationen oder einfach nur Dinge, die einen das ganze Leben lang prägen werden, die man nie wieder vergisst. Sie erscheinen im Kopf und man denkt es wäre erst gestern gewesen, auch wenn es vielleicht schon ein halbes Jahr her ist. So geht es mir zumindest im Augenblick. Und ich weiß auch, weil ich mich dafür gut genug kenne, dass es lange noch so bleiben wird. Manche Sachen verkraftet man leichter und hakt sie ab, aber es gibt Dinge, mit denen man lang Zeit zu kämpfen hat. In dieser Zeit muss man stark sein, es ist gut, wenn man Jemanden in seiner Nähe hat, der einem dabei hilft und dir Mut macht. Ich habe schon oft die Rolle des Mutmachers gespielt, aber jetzt wo ich solch eine Person zum ersten Mal bräuchte, muss ich feststellen, dass es diese Person für mich nicht gibt. Jeder ist sich selbst der Nächste und die Probleme von anderen belasten einen selber meistens zu sehr, um auf diese einzugehen. Ich will damit nicht sagen, dass alle meine "Freunde"oder eher Bekannten scheiße und selbstverliebt sind. Doch muss ich zugeben, dass Keiner kommt und auf mich zugeht. Keiner ist da, der mir helfen will. Ich hab mir meinen Arsch für jeden Kleinscheiß immer aufgerissen, wollte meinen "Freunden" helfen, aber jetzt kommt keiner und sagt, dass er mir helfen oder Mut schenken will. Keiner ist da, der mir einfach nur seine Schulter gibt. Denken sie vielleicht alle, dass ich zu stark bin um Hilfe zu benötigen? Nur weil ich immer geholfen habe, heißt es noch lange nicht, dass ich, wenns mir scheiße geht, auch so gut damit umgehen kann wie mit den Problemen der anderen. Wenn es mich nicht betrifft, kann ich versuchen ihnen Mut und Stärke zu geben, aber nicht wenn mir alles genommen wird, alles was mir etwas bedeutet hat, alles was ich mehr geliebt habe als alles andere auf der Welt. Dann brauche nämlich selbst ich jemanden, der mir hilft. Und in solchen Momenten sieht man keinen Ausweg, man weiß nichts mit sich anzufangen. Und anstatt dass Einer kommt, seinen Arm um meine Schulter legt und mir sagt, dass alles wieder gut wird, muss ich zusehen we ich mich beschäftige. Doch was soll ich tun? Was soll man tun, wenn einem jegliche Lebensfreude und Lust am Leben genommen wurde? Vielleicht hat es nur einen Augenblick gedauert, bis mir alles genommen wurde. Vielleicht nur ein Satz, ein Wort, ein Blick, aber damit zurechtzukommen, wird länger dauern als einen erneuten Augenblick. Und alleine damit fertigzuwerden ist noch viel schwieriger. Und ich gestehe es offen und ehrlich, ich schäme mich dafür auch nicht, ICH BIN SCHWACH. Zu schwach um mich aus dieser Träge herauszukriegen. Zu schwach um damit klarzukommen, um es überhaupt verstehen und akzeptieren zu können. Ich bin doch nur ein Mensch. Kein Superheld. Menschen sind eben keine Einzelgänger im Allgemeinen. Es macht mich ernsthaft sehr traurig zu sehen, wie sehr sich meine ach so tollen "Freunde" für mich interessieren. Wenns um angesagte Partys geht, dann bin ich gut genug, aber für mehr auch nicht.


Warum versteht mich Niemand? Warum?
17.7.06 20:41





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